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Mineral - und Erzlagerstätten im westlichen Harz |
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Geschrieben von Wilfried Ließmann
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Seite 1 von 2 Mineral - und Erzlagerstätten im westlichen Harz
Seit mehr als 1500 Jahren wird im Harz nach wertvollen mineralischen Rohstoffen geschürft. Reich ist das kleine Mittelgebirge besonders an Erzen von Blei, Zink, Silber, Kupfer und Eisen, sowie an den Industriemineralien Schwerspat und Flußspat. Bereits im Mittelalter zählte es zu den Schatzkammern des Deutschen Kaiserreiches. Basierend auf dem Silbereichtum entwickelte sich dann eines der ersten geschlossenen Industriegebiete der Welt, mit einem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Montanwesen.
Hauptschwerpunkte des Erzbergbaus waren der Rammelsberg bei Goslar ("massive polymetallische Sulfiderzlagerstätte", bis 1988 in Abbau), der Oberharzer Gangdistrikt mit den Revieren von Clausthal und Zellerfeld (bis 1930), das Lautenthaler Revier (bis 1958) sowie das Grunder - Silbernaaler Revier (Grube Hilfe Gottes bis 1992).
Wesentlich älter als die unten beschriebenen Erzgänge und von ganz anderer Bildungsart ist die wohl berühmteste Harzer Erzlagerstätte, der Rammelsberg bei Goslar. Die überaus reichen massive Sulfiderzlager verdanken ihre Entstehung heißen metallreichen Lösungen, die in einer Depression am Boden des Devonmeeres austraten und ihre Fracht als schwarzen Erzschlamm niederschlugen. Aus diesem später entwässerten Metallsulfidsediment bildeten sich scheibenförmige Erzkörper mit einem Gesamtinhalt von mehr als 27 Millionen Tonnen. Mit Gehalten von 20 - 30 % Zink, Blei und Kupfer sowie 120 g/t Silber und rund 1 g/t Gold zählt der Rammelsberg zu den größten und reichsten Massivsulfiderzlagerstätten der Welt.
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Letzte Aktualisierung ( 28. 02. 2008 )
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